50 Kilometer mit Rad zum Job

ZRK-Direktor Kai Georg Bachmann macht beim Stadtradeln mit - „Zeichen für das Alltagsradeln setzen“

Kreis Kassel. Radfahren schützt nicht nur das Klima, sondern macht auch Spaß. Kai Georg Bachmann, Chef des Zweckverbandes, fährt regelmäßig mit dem Velo zur Arbeit - 100 Kilometer hin und zurück.
Aber mit seiner Teilnahme am Stadtradeln zeigt er auch, dass Alltagsfahrten mit dem Rad oder dem Pedelec zur Überbrückung von Distanzen zwischen fünf und zehn Kilometern absolut machbar sind. 

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Verbandsdirektor Kai Georg Bachmann radelt ein bis zwei Mal die Woche zu seinem Arbeitsplatz nach Kassel. Foto:Kai Georg Bachmann

Noch bis zum 27. September findet in einer bundesweiten Aktion das Stadtradeln statt. Auch Kassel, Niestetal, Ahnatal und Wolfhagen sind mit von der Partie. Allein in Kassel nehmen 135 Teams und 1039 Privatleute am Stadtradeln teil. Dabei geht es nicht nur um Spaß. Hauptanliegen ist es, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Auch Kai Georg Bachmann, Chef des Zweckverbandes Raum Kassel (ZRK), sieht das so. Als überzeugter Radler und Verbandsdirektor will mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, „dass selbst lange Strecken zur Arbeit mit dem Rad zu überwinden sind - wenn nur die Rahmenbedingungen stimmen und zum Beispiel auch der Arbeitgeber fahrradfreundlich ist“, sagt Bachmann.

Tatsächlich fährt der ehemalige Bürgermeister von Trendelburg, wie er sagt, „meist nur ein- oder zweimal die Woche mit dem Rad von seinem Wohnort in Trendelburg-Langenthal nach Kassel an den Ständeplatz zum Arbeitsplatz“ - immerhin 100 Kilometer hin und zurück. Im Normalfall benutzt er immer noch drei bis vier Mal pro Woche das Auto.

Dennoch: „Ich möchte zeigen, dass selbst bei diesen Entfernungen das Rad ein adäquates Alltagsverkehrsmittel ist“. Die Botschaft, die er senden will, ist: „Was bei 50 Kilometern Entfernung mit dem Rennrad möglich ist, sollte bei 5 oder 10 Kilometern fast schon selbstverständlich sein - erst recht mit dem E-Bike oder dem Pedelec“.

Hinzu kommt: „Radfahren ist für mich ein super Ausgleich für die vorwiegend nicht körperliche Büro- und Kopfarbeit in meinem Job“, sagt Bachmann. Tatsächlich liebt er ebenso die Geschwindigkeit beim Mountainbikefahren durchs Gelände wie den Flow „beim Durchfliegen unserer malerischen Landschaft mit dem Rennrad“.

Bachmann ist überzeugt davon, das die derzeit angedachten und geplanten Raddirektverbindungen von den Speckgürtelkommunen nach Kassel und allgemein die Verbesserung der Alltagsradverkehrswege vor allem im Zusammenhang mit der Nutzung von Pedelecs ein enormes Potenzial zur Vermeidung von Pkw-Verkehr und damit zur Steigerung der Luft- und Lebensqualität in den Städten in sich bergen. „So kann jeder einen Beitrag zur eigenen Gesunderhaltung sowie zur Luftreinhaltung in den Städten leisten und dabei noch Geld sparen. Interessant sind auch die Kombinationsmöglichkeiten mit dem ÖPNV“, sagt Bachmann.