Verkehrsverhalten der Bevölkerung in den Kasseler Stadtumlandgemeinden
Die Umlandbevölkerung ist zunehmend mobil und fährt häufiger Bus und Tram.
Verkehrserhebung „Mobilität in Städten“
Zwischen Oktober 2008 und September 2009 wurde in den Städten Baunatal und
Vellmar sowie den Gemeinden Ahnatal, Fuldatal, Niestetal, Kaufungen,
Lohfelden, Fuldabrück und Schauenburg eine Befragung zum Verkehrsverhalten
nach dem „System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV)“ von der
Technischen Universität Dresden im Auftrag des Zweckverbandes Raum Kassel
durchgeführt. Über ein Jahr verteilt wurden ca. 5.000 Einwohnerinnen und
Einwohner schriftlich, telefonisch und per Internet zu ihrem
Verkehrsverhalten befragt. Die aus der Befragung gewonnenen Erkenntnisse
bilden eine wichtige Grundlage für die Fragestellungen der zukünftigen
Entwicklung von Verkehr und Mobilität. Die Befragung soll in einem
regelmäßigen Turnus von fünf Jahren wiederholt werden.
Verkehrsmittelwahl 1994 und 2008/2009 (Gesamtverkehr)
Der sogenannte Modal Split gehört zu den Kernaussagen von
Verkehrsbefragungen. Er gibt Auskunft über den Anteil der unterschiedlichen
Verkehrsarten an der Gesamtzahl aller zurückgelegten Wege pro Werktag.

Danach bleibt der Pkw mit knapp 64 % weiterhin
das wichtigste Verkehrsmittel. Der Anteil des Fußgängerverkehrs mit 21,6 %
ist fast stabil geblieben und die mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege haben
um ca. 2 % auf jetzt knapp 4 % abgenommen. Positiv zu werten ist, dass das
Verkehrsmittel Bus/Straßenbahn und Regiotram an Bedeutung gewonnen hat
(Zunahme um 3,2 % auf 11,2 %). Hier spiegeln sich die Investitionen der
letzten Jahre in den ÖPNV deutlich wieder.
Fahrzeugausstattung gesunken und Mobilität erhöht
Die Pkw-Quote pro 1.000 Personen ist von 565 im Jahr 1994 auf 531 im Jahr
2008/2009 zurückgegangen. Im Durchschnitt werden weiterhin drei Wege pro
Person und Tag (z.B. zur Arbeit – zum Einkaufen – nach Hause) zurückgelegt.
Allerdings ist der Anteil der mobilen Personen gestiegen: Seit 1994 von 80
auf 86,6 %. Das bedeutet einen gewissen Anstieg der Mobilitätsquote. Die
tägliche durchschnittliche Wegeentfernung ist um 1,8 km auf 6,2 km pro Weg
gesunken und die Unterwegszeit hat sich um 2,4 Minuten auf 18,6 Minuten pro
Weg verringert. Einkauf/Versorgung und Freizeit sind die wichtigsten Gründe,
um aus dem Haus zu gehen. Die vorgenannten Zahlen spiegeln das Ergebnis der
Verkehrsbefragung für die neun landkreisangehörigen Verbandskommunen wider.
Ergänzend liegt für jede einzelne Kommune eine separate Auswertung vor, die
sich in den Mobilitätskennwerten durchaus unterscheiden.
Die Befragung zum Verkehrsverhalten fand zeitlich versetzt in der Stadt Kassel statt. Diese Ergebnisse (Mobilitätssteckbrief für Kassel) sind unter www.mobil-in-kassel.de zu finden.
Der Zweckverband Raum Kassel bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Teilnahme an der Verkehrsbefragung zur Aktualisierung der Datengrundlage für die kommunale Verkehrsplanung beigetragen haben.
| 1. Endbericht zur Verkehrserhebung Mobilität in Städten SrV 2008 | PDF-Datei 6,5 MB | |
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2. Einzelauswertungen Städte / Gemeinden |
Diagramme | Ergebnistabellen |
| Ahnatal | PDF-Datei 1,3 MB | PDF-Datei 480 KB |
| Baunatal | PDF-Datei 1,3 MB | PDF-Datei 480 KB |
| Fuldabrück | PDF-Datei 1,2 MB | PDF-Datei 480 KB |
| Fuldatal | PDF-Datei 1,3 MB | PDF-Datei 480 KB |
| Kaufungen | PDF-Datei 1,2 MB | PDF-Datei 470 KB |
| Lohfelden | PDF-Datei 1,2 MB | PDF-Datei 470 KB |
| Niestetal | PDF-Datei 1,2 MB | PDF-Datei 470 KB |
| Schauenburg | PDF-Datei 1,2 MB | PDF-Datei 470 KB |
| Vellmar | PDF-Datei 1,3 MB | PDF-Datei 470 KB |
| 3. Gesamtauswertung | PDF-Datei 3,2 MB | PDF-Datei 400 KB |